Montag, 25. Mai 2009

Wortkarg

Ich glaube, so einen Tag habe ich selten erlebt. Erst eben ist mir aufgefallen, dass ich heute exakt zwei Sätze gesprochen habe. Einen um ca. 8:40 Uhr: "Ich hätte gerne ein Mohn- und ein Sesambrötchen." und einen gegen 17:30 Uhr: "Ich hab mal wegen die Tür zu gemacht.". Das war's. Keine Unterhaltung, kein Telefonat - nicht einmal ein kleines Selbstgespräch. Komisch, aber irgendwie entspannend. So wie der ganze Tag eigentlich. Ich habe beinahe 12 Stunden in der Sonne verbracht. Gefrühstückt, gelesen, gegrillt, gelesen. Allein, unbekümmert und tiefenentspannt. Das Buch ist mittlerweile leider durch. Sehr spannend! John Katzenbach - Der Patient, falls es jemanden interessiert. Unterhaltsam und spannend bis zur letzten Seite. Immerhin 450 Seiten habe ich heute davon gelesen - das ist glaube ich auch ein kleiner Rekord. Derart spannend war die Lektüre, dass ich offenbar nicht gemerkt habe, wie mein linkes Knie von der Sonne unerbittlich verbrannt wurde. Immerhin: Der Rest ist angesehnlich angebräunt. Kommt ja nicht oft vor, dass man als fleißiger Arbeitnehmer, der ich ja nunmal noch einige Wochen bin, einen Tag im Mai in der Sonne verbringt.

Eigentlich war der Urlaub in dieser Woche dazu gedacht, den Businessplan fertigzustellen. Aber ich dachte mir, dass ich umso produktiver starten könnte, wenn ich mir den heutigen Tag zur Entspannung gönne. Zwar war ich erst bis gestern einige Tage auf Rügen (der wohl letzte Urlaub für einige Zeit...), aber so ein sturmfreier Tag ist eben doch noch eine andere Art der Rekreation. Und bisher bereue ich es nicht. Wenn nur das Knie nicht so höllisch brennen würde! Ich lösche. Mit kühlem Astra, das ich im letzten Jahr bei einer Fußball-Wette gewonnen und in diesem Jahr gleich wieder verloren habe.

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