Donnerstag, 18. November 2010

Angst

ist vielleicht etwas übertrieben, aber komisch fühlt man sich schon. Noch am vergangenen Samstag sagte ich, dass ich das Gefühl hätte, bald würde etwas "die Macht erschüttern". Das kann dann vom Durchfall bis zum Terroranschlag alles sein, das gebe ich zu, aber wenn ich mir ansehe, dass nun seit Anfang der Woche Panzer vor deutschen Flughäfen patroullieren - da scheint jemand ein ähnliches Gefühl zu haben...

Panikmache? Ganz bestimmt nicht! Und wenn es sich in ein paar Wochen als solche herausstellen sollte werden wir nie erfahren, ob es nicht nur lieber in Kauf genommen wird, dass es wie solche aussieht.

Großartig auch die Idee von Niedersachsens Innenminister Schünemann, potentiell gefährlichen Islamisten (?) ein Handy- und Internetverbot aufzuerlegen. Aha! Die bekommen dann einfach keinen O2-Vertrag mehr und Arcor kündigt den DSL-Zugang. So einfach ist das! Ach nee, man müsste dann ja noch überwachen, dass sie nicht im Café mit WLAN ... und wegen der Prepaid-Handys ... und der UTMS-Stick .... Warum legen wir nicht einfach flächendeckend die gesamte Kommunikation im Lande lahm! Oder noch einfacher: Wir verlassen einfach alle bei drei ganz schnell das Land und am Ende sitzen die Terroristen alleine hier und wundern sich, wo alle sind! Ausgetrickst! Eins, zwei, drei!


Mittwoch, 3. November 2010

Ein Jahr später

So schnell vergeht die Zeit. Der 3. November 2009 war mein offizielles Gründungsdatum. Ein Jahr ist das jetzt her und seitdem hat sich einiges getan. Dass es leicht werden würde hat niemand behauptet. Ich frage mich, wann man als Selbstständiger behauptet, den vielzitierten "Durchbruch" geschafft zu haben. Bei mir wird es wohl noch einige Jahre dauern. Man macht, bewegt sich und andere, organisiert, kommuniziert und integriert - aber das Große Ganze ist irgendwie noch nicht zu sehen.

Andererseits muss man manchmal auch zurückblicken und sehen, was man alles schon erreicht hat. Und das kann sich sehen lassen. Mittlerweile programmiere ich Webseiten beinahe blind, weiß meine Kreativität produktiv einzusetzen, bin geschäftsführender Gesellschafter einer GmbH und habe diverse Großprojekte zum Laufen gebracht. Wird eben nur noch Zeit, dass das auch irgendwann genügend Geld abwirft. Aber irgendwas ist ja immer...

Tja, und nächste Woche kommt der lange herbeigesehnte 30. Geburtstag. Der kann ruhig kommen, ich habe keine Angst! Ändern wird sich eh nichts. Oder etwa doch? Verdammt, was schimmert da eigentlich so silber auf meinem Kopf?

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Freitag, 22. Oktober 2010

Urlaub

So ganz verdient die aktuelle Woche die Bezeichnung "Urlaub" nicht, aber es geht schon sehr in die Richtung. Frische Brötchen, ein gutes Buch, ein paar Bier und ruhige Abende. E-Mails nur hin und wieder, Telefon gar nicht (soweit das denn geht) und die Post stapelt sich im Flur. Es erfordert schon ein hohes Maß an Selbstdisziplin, die Briefe nicht doch schon zu öffnen, "um dann Montag weniger zu tun zu haben.". Aber genau darin liegt die Gefahr! Also: Nix Post! Stattdessen gleich selbstgemachte Speckham, ein Jever aus dem größten Kühlschrank, der Welt, und dann schön HSV-Bayern gucken. Ja, doch, man kann es Urlaub nennen.

Am Montag geht's dann richtig los. Der Kollege hat endlich einen eigenen Mac und kann einstimmen in die schier unendliche Produktivität computergestützter und plattformeinheitlicher Kommunikation! Außerdem steht der Beginn zweier absoluter Großprojekte mit Sportschatz an. Mehr dazu, sobald die Tinte trocken ist.

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Freitag, 15. Oktober 2010

JWD

Janz weit draußen. Das ist Klanxbüll. 50 Minuten nach Flensburg, fast 2 Stunden nach Kiel, über 2 Stunden nach HH, Lübeck weiter weg als Kopenhagen. Gefühlt zumindest. Heißt im Klartext: Viele Kilometer auf dem Tacho unserer Autos. Und auf dem der Familie, Freunde, Kunden. Wobei ich aber nicht sagen kann, dass ich mich hier nicht wohl fühle. Aber um das zu beurteilen ist vermutlich auch einfach bisher zu wenig Alltag eingekehrt. Immerhin haben wir erst seit fünf Wochen einen Hund, seit gerade 1,5 Wochen habe ich meinen Bürostand (statt Hausstand?) hier im Hause und seit ein paar Tagen werden erst die Firmen-Anrufe ordentlich umgeleitet. Büro-Alltag kehrt also so langsam wieder ein.

Tja, und so sitze ich nun hier am Freitagabend und schreibe an einem Pflichtenheft zur Produktion einer Software, die wir für einen unserer Geschäftsbereiche benötigen. Schwierig, wenn man nicht weiß, was alles möglich ist. Die für heute geplante Fertigstellung einer Kunden-Homepage musste nun auf morgen verschoben werden, weil ich noch schnell Flyer in Druck geben musste. Allmählich kommt alles wieder ins Rollen!

Morgen Abend kommen dann endlich die fleißigen Umzugshelfer aus Nahe zu Besuch. Eigentlich wollte ich endlich mal wieder einen schönen Braten machen. Eigentlich, denn so wie es derzeit aussieht, werde ich morgen doch noch mehr machen müssen, als geplant. Gibt also wohl mal wieder Chili con Carne. Wenn ich so aus dem Fenster sehe auch nicht unbedingt die schlechteste Variante...

Montag, 6. September 2010

Wieder fit - sowieso.

Verdammte Erkältung. Das war mal ziemlich hart und näckig. Fast eine Woche hat's mich flach gelegt. Naja, zumindest hätte ich mich flach gelegt, wenn ich immer die Möglichkeit gehabt hätte. Dank lieber Kollegen und Mitarbeiter konnte ich mich aber vor allem zum Ende der Woche wirklich gut erholen. Heute schmeckt schonmal der Kaffee wieder - ein gutes Zeichen.

Immerhin war ich nicht bei Leifs Hochzeit krank - das wäre eine Katastrophe gewesen. Eine grandiose Feier! Und eine ebenso schöne Trauung in der Kirche mit live eingesungenem Juanes-Lied. Da blieb keines meiner Augen trocken, das war wirklich extrem rührend. Aber auch im Standesamt dabei sein zu dürfen war eine völlig neue Erfahrung. Und nicht annähernd so bürokratisch trocken, wie ich befürchtet hatte. Es war mir eine Ehre! :-)

Unterdessen sind wir dabei, sämtliche Blumen aus dem Erdgeschoss hochzustellen, die Schuhe aus dem Flur zu räumen und die Zeitungen zu verbannen. Denn: Am Samstag zieht unser Nachwuchs ein. Harvey, acht Wochen alt und reinrassiger Golden Retriever. Ich bin gespannt, wie der Kleine unser Leben auf den Kopf stellen wird.


Samstag, 14. August 2010

Jetzt reicht's denn aber auch!

So, umgezogen. Zumindest privat. Ohne die tolle Hilfe von Marco, Anne, Lars und Melli wären wir hier untergegangen. DANKE!

Mittlerweile sind so ziemlich alle Dinge auch an ihrem Platz. Gestern haben wir das letzte "Gerümpel" aus der Garage geholt und heute wird noch die Arbeitsplatte verlängert. Der Geschirrspüler ist angeschlossen, der Rasen gem... - oh, das war vor 'ner Woche, Internet und Telefon laufen und die Post kommt auch an. So langsam darf dann gerne wieder Alltag einziehen.

Wie der aussehen soll weiß ich unterdessen wirklich nicht. Ich habe oben ein Büro, aber die Sachen sind noch in Flensburg. Wir bekommen ab 1.9. einen Mitarbeiter und haben keine Ahnung, wo der sitzen soll! Aber bisher hat sich alles irgendwie gefunden. Und so ist der nächste Schritt schließlich nichts mehr als der nächste Schritt (?). In diesem Zusammenhang empfehle ich übrigens das sehr unterhaltsam geschrieben und äußerst lehrreiche Buch von Vanessa Kullmann, die quasi im Alleingang die mittlerweile europaweit expandierende Coffee-Shop-Kette Balzac eröffnet hat. Kernaussage: Auch wenn am Ende alles nach einem Riesending aussieht - es war immer nur die Abfolge einzelner Schritte. Das imponiert mir. Klar, man muss das große Ganze vor Augen haben. Aber trotzdem geht es immer weiter mit dem nächsten Schritt.

In diesem Sinne: Jetzt erstmal 'nen Kaffee holen und dann sehen wir weiter...

Currently Playing: Madsen - Sieger